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27. November

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Buddhismus im Web

Erleuchtung im Web

UW77SER-Erleuchtung-im-WebIn dieser Ausgabe widmet sich U&W dem zentralen Thema ‚Meditation'. Wer den Mut hat, die Suchmaschine Google zu diesem Gegenstand zu befragen, wird einiges erleben.

Zuerst fallen jene Anzeigen auf, die auf Mediation abzielen, also auf den außergerichtlichen Ausgleich zwischen Streitparteien, dann jene, die die Kommerzialisierung der Meditation beschwören: Wellness-Oasen, Kurhotels und ‚Praktiker', die ihr Wissen und ihre Kräfte an andere weitergeben wollen. Wenn wir aber Meditation in seinem innersten Wesen richtig verstehen, dann geht es vor allem um eines: dass man den Weg selbst beschreiten muss.

Bei all diesen Suchmaschinen-Treffern (rund 121 Millionen, Abfrage am 25.7.2011) ist es für den Neuling nicht leicht, das Richtige herauszupicken. Man stößt auf wahrlich Kurioses. Das Problem ist, dass ‚Meditation' als Suchbegriff zu breit und leider in unserer Gesellschaft zu unspezifisch geworden ist. Alle möglichen Bedeutungen werden hineingepackt. Somit ist eine einfache Textsuche ohne Vorwissen zum Scheitern verurteilt. Dennoch bekommt man bei Google durch verschiedene Filtermöglichkeiten Unterstützung.

Ein solcher Filter findet sich am unteren Rand: Hier steht der Suchbegriff ‚Meditation' differenziert und in typischen Kombinationen (Suchphrasen) zur Auswahl: ‚Meditation Definition', ‚Meditation Buddhismus' oder ‚Meditation Anleitung'. Das schränkt die Art und Menge der Treffer ein.

Ein anderes Mittel zur Recherche bei Google bietet die Format-Auswahl links außen an: Wählt man beispielsweise ‚News', so wird man eher Inhalte mit Nachrichten-Charakter erhalten. Für unsere Suche könnten Bücher fürs Nachlesen interessant sein, Videos für die Technik-Schulung oder gar Blogs. Gerade bei Blogs sollte man sich aber im Klaren sein, dass diese oft die persönliche Ansicht eines Users zu einem Thema wiedergeben. Es ist also besonders wichtig zu prüfen (wie bei jeglichem digitalen Content), wer der Autor eines Blog-Beitrags ist.

Für eine erfolgreiche Recherche mit Suchmaschinen braucht es allerdings Vorwissen. Warum? Eine Suchmaschine kann mir nur jenen Content vermitteln, den ich richtig benenne. Dieses Vorwissen kann auch mit einer Recherche erworben werden. Einen guten Beginn im Online-Dschungel bietet die Seite ‚Buddhismus in Österreich' (http://www.buddhismus-austria.at/; für Englisch Sprechende vielleicht http://www.how-to-meditate.org/). Sie enthält einen Überblick über die verschiedenen Richtungen, die es im Buddhismus gibt und – für unser Thema wichtig – auch Hinweise, welche meditativen Praktiken wozu geübt werden. Das liefert einen ersten Anstoß, die passenden Begriffe für die Suchmaschinen-Abfrage zu verwenden. Eine weitere Übersichtsseite könnte Wikipedia sein (http://de.wikipedia.org/wiki/Meditation) oder auch unser eigenes Heft ‚Ursache&Wirkung' (analog wie digital: www.ursache.at). Solcherart ausgestattet, ist die Suche in Google & Co nunmehr ein leichtes Unterfangen, denn sie führt zu spezifischen Ergebnissen. Probieren Sie z.B. ‚Vipassana Meditation', finden Sie ganz andere Resultate als nur unter ‚Meditation'. Erweitern Sie die Angabe der Suchbegriffe, so wird das Suchergebnis ebenfalls immer spezifischer.

Und nun viel Erfolg bei Ihrer Recherche und nicht vergessen: Die Recherche allein macht noch keine Meditation ...

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