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02. Oktober

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5 Leute im Portrait

Straßen für alle!

UW74OEKO-Strassen_fuer_alleWie gelangen wir von A nach B?
Vier Menschen erzählen von ihrer Art der Fortbewegung.

 

UW74OEKO-Strassen_fuer_alle2„Auf den Straßen herrscht Krieg"

Ich bin leidenschaftlicher Fahrradbote und habe meine Passion zum Beruf gemacht. New Yorker Kuriere auf zwei Rädern habe ich schon immer bewundert. Flink, geschwind und zuverlässig erledigen sie ihre Arbeit und bringen die Ware von A nach B. Genau das möchte ich auch tun – mich durch die Straßen einer Mega-City schlängeln, gefinkelte Wege für meine Route suchen und schneller als alle andere sein. Nun ja, gelandet bin ich in Wien. Das Geniale ist: Ich mache Fitness und bekomme noch Geld dafür. Leider ist unsere Berufsgruppe unbeliebt auf den Straßen Wiens. Eine Geschichte: Ich fahre den Ring entlang, vor mir schert ein großer schwarzer Van zum Einparken aus. Natürlich hat er mich nicht gesehen – das ‚roch' ich aber schon im Vorfeld und bin links um ihn herum gefahren. Kein Problem, kennt man ja – denke ich mir. Was macht aber der Typ im Auto? Er schreit mich an und beschimpft mich aufs Übelste. Schlaglöcher und nicht präparierte Wege erschweren noch zusätzlich meine Arbeit. Öffentliche Verkehrsmittel fahren sowieso, wie sie wollen – ohne Rücksicht auf Verluste. Sie sind die heimlichen Regenten der Straße. Was wir brauchen, sind Straßen, auf denen alle Teilnehmer gleichberechtigt fahren können.

Reiner Bludaumüller, 27 Jahre, Wien



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