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25. Mai

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Aldous Huxley und sein Bezug zum Buddhismus

Utopia Now

Aldous huxleyDer britische Intellektuelle Aldous Huxley ist bestbekannt für seinen utopischen Roman ‚Schöne neue Welt'. Er beschäftigte sich jedoch nicht weniger intensiv mit bewusstseinserweiternden Substanzen und fernöstlicher Spiritualität.

„Aldous Huxley: ein gebeugter, turmhoch aufragender, grauer Buddha. Ein weiser und gütiger Mensch. Ein Kopf wie eine mehrsprachige Enzyklopädie. Eine elegante, leicht glucksende Stimme, die gelegentlich in kurz aufwallender amüsierter Empörung − wegen der Überbevölkerung oder der Wichtigtuerei der Psychiater − in die Höhe ging." So erinnerte sich der Harvard-Dozent und LSD-Guru Timothy Leary an jenen Schriftsteller und Philosophen, der mit ‚Schöne neue Welt' (‚Brave New World') einen Klassiker der Weltliteratur schuf.

Mit der ‚Schönen neuen Welt' führt uns Aldous Huxley (1894-1963) eine totalitäre Wohlstandsgesellschaft vor Augen, in der Unruhe, Elend und Krankheit überwunden, in der aber auch Individualität, Humanität und Kultur auf der Strecke geblieben sind. Nur ein rebellischer Außenseiter kann hier noch auf die Idee kommen zu fordern: „Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!" Huxley avancierte mit dieser negativen Utopie Anfang der 1930er Jahre zum Propheten. In seinem Essayband ‚Schöne neue Welt. Dreißig Jahre danach' (‚Brave New World Revisited') maß er knapp drei Jahrzehnte später seine Anti-Utopie an der inzwischen veränderten Welt: „Damals verlegte ich diese Utopie sechshundert Jahre in die Zukunft. Heute scheint es durchaus möglich, dass uns dieser Schrecken binnen eines einzigen Jahrhunderts auf den Hals kommt; das heißt, wenn wir in der Zwischenzeit davon absehen, einander zu Staub zu zersprengen."

"Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!"

Die Bedeutung gesellschaftlicher Normen sowie der Ge- und Missbrauch wissenschaftlicher Errungenschaften waren zentrale Motive im Denken Huxleys. Unter dem Einfluss des Buddhismus, des Hinduismus und der politischen Ereignisse in Europa entwickelte er sich vom düsteren Propheten zum engagierten Reformator, der die Welt auf die Existenz einer universalen mystischen Religiosität aufmerksam machen wollte. In ‚Die ewige Philosophie' (‚The Perennial Philosophy') bemühte sich Huxley um eine Anthologie dessen, was den höchsten gemeinsamen Nenner in den Weltreligionen ausmacht. Er beschrieb in dem 1945 publizierten Band die Mystik als Weg der Erfüllung eines universalen Bedürfnisses der Seele und erklärte die unmittelbar-intuitive Erfahrung des Göttlichen zum vornehmsten Ziel menschlichen Strebens. Der ideale Mensch war für Huxley jener, der an nichts mehr anhaftet und dem eine Überwindung alles Trennenden inklusive seiner Ego-Individualität gelungen ist. Eine Zielsetzung also ganz im Sinne des Buddhismus.



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