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Leseprobe

Das Leben des Buddha

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Im Auftrag der Erleuchtung

Einer hat es uns vorgemacht und ist vor 2.500 Jahren den Weg zum Erwachen gegangen. Doch was bedeutet die alte Heilslehre Buddhas für einen Menschen der heutigen Zeit?
PAUL KÖPPLER

Der Buddha stammte aus einem Fürstengeschlecht und sollte die Nachfolge seines Vaters als Herrscher des Landes antreten. Demgemäß wurde er behütet erzogen und in allen notwendigen Disziplinen, vor allem aber im kriegerischen Handwerk ausgebildet. Eine bekannte Geschichte erzählt, dass er als junger Mann mit einem Diener vier Ausfahrten unternahm und dabei zum ersten Mal in seinem Leben den Phänomenen Alter, Krankheit, Tod sowie einem Asketen begegnete. Die Erkenntnis, dass er selbst ebenfalls diesen Lebensgesetzen unterworfen war, brachte ihn zum Nachdenken und schließlich zur Abkehr vom weltlichen Treiben.

Frage: Ist es vorstellbar, kriegerisch und dennoch so beschützt erzogen worden zu sein, dass man niemals zuvor mit Krankheit und Tod konfrontiert war? Handelt es sich bei dieser Geschichte um ein wahres Ereignis oder geht es mehr um die plötzlich entstehende Einsicht, dass angesichts der Vergänglichkeit alles Streben vergeblich ist, so dass dem Buddha nach seinen eigenen Worten der ‚Jugendrausch, der Gesundheitsrausch und der Lebensrausch' vergingen?

Mit 16 Jahren heiratete Prinz Siddhartha, 13 Jahre später wurde sein Sohn Rahula geboren. Kurz nach der Geburt des Kindes verließ er Palast und Familie und zog als besitzloser Asket durch das Land, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Frage: Kann der Buddha mit diesem Verhalten für uns heutige Menschen ein Vorbild sein? Ist intensive Praxis und Erleuchtung nur mit der radikalen Abkehr vom Weltlichen möglich oder kann man auch in verantwortlicher Stellung ein spirituelles Leben führen? Hat nicht der Buddha im späteren Leben auch Kaufleuten und Hausfrauen den Weg zur Erleuchtung gewiesen?

Buddhas Verhalten wurde in verschiedenster Weise interpretiert.

Sie lesen einen Text aus der U&W 83/2013 - entdecken Sie
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