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06. September 2010

Letztes Update:08:17:16

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Meldung

Vereiste Fronten

UW71MM-Vereiste_FrontenDie Erwartungen waren gering und wurden nicht übertroffen: Nach knapp 15-monatiger Unterbrechung nahmen Sondergesandte des Dalai Lama und chinesische Regierungsvertreter vergangenen Jänner ihren Dialog über die Region Tibet wieder auf. Die jüngste Gesprächsrunde zwischen der chinesischen Regierung und Vertretern des Dalai Lama in Peking hat keinerlei Fortschritte gebracht.
Stattdessen machte Peking die Exiltibeter erneut in gewohnt scharfer Rhetorik für die ethnischen Probleme in der Himalajaprovinz verantwortlich. „Wie schon in früheren Verhandlungsrunden bestehen zwischen den Positionen beider Seiten weiterhin scharfe Unterschiede", sagte der chinesische Verhandlungsführer Zhu Weiqun, Vizeminister der zuständigen ‚Abteilung Einheitsfront' der Kommunistischen Partei laut der ‚Frankfurter Rundschau'. Der Dalai Lama sei der ‚Kopf einer separatistischen politischen Gruppierung' und die tibetische Exilregierung im indischen Dharamsala ein ‚klarer Verstoß gegen chinesisches Recht'. Erst wenn das buddhistische Religionsoberhaupt sich ‚der Realität stelle und auf den Weg des Patriotismus zurückfinde', könnten Fortschritte erzielt werden. Die tibetischen Abgesandten Lodi Gyari und Kelsang Gyaltsen waren kurz darauf wieder zurück nach Indien gereist. „Die Reaktionen der Chinesen zeigen leider eine gewisse Arroganz", sagte Lodi Gyari, einer der Emissäre, in Dharamsala. „Das ist einer Nation mit einer so langen Geschichte unwürdig."

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