Die Sicherung der 2001 von den Taliban gesprengten weltberühmten Buddhas von Bamiyan in Afghanistan geht voran. Inzwischen seien etwa 2.000 Kubikmeter Schutt in beiden Nischen des Kliffs von Minen befreit, abgebaut und untersucht worden, sagte der Präsident von ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) Deutschland, Michael Petzet, laut der Deutschen Nachrichtenagentur ‚epd'.
Ungefähr 9.000 Fragmente der Oberfläche der Buddhas seien sichergestellt worden. Die unter dem Schutt verborgenen Füße des 55 Meter hohen ‚Großen Buddhas' seien wieder sichtbar, die verschütteten Höhlen in den Nischen wieder begehbar. Die Rückwand des 38 Meter hohen ‚Kleinen Buddhas' sei inzwischen weitgehend gesichert und soll noch in diesem Jahr mit den zugehörigen Umgängen und einer musealen Präsentation als ein erster Schritt der Sicherungsmaßnahmen gezeigt werden. Neuen Forschungsergebnissen zufolge stammen die beiden Buddhas aus der Zeit zwischen der Mitte des 6. bis ins frühe 7. Jahrhundert. Nach der Zerstörung der Statuen durch die Taliban wurde das Bamiyan-Tal im Jahr 2003 zum Weltkulturerbe erklärt.