Basierend auf einer Vortragsreihe namhafter Experten am japanischen Kulturinstitut Köln behandelt dieser Band das spannende Wechselverhältnis Europas und Amerikas zu Japans Kunst und Kunsthandwerk. Die Bandbreite reicht von der Weltausstellung 1951, welche das Interesse des Westens am interkulturellen Austausch entflammte, bis hin zur Ästhetik europäischer Kunst um 1900, die sich vielschichtig am japanischen Vorbild inspiriert und bereichert.
Insgesamt zehn Aufsätze zeigen unterschiedliche Gattungen wie Fotografie, Keramik, Lack oder Textilkunst in ihrem kulturpolitischen Zusammenhang. Besonders gelungen ist schließlich ein direkter Vergleich europäischer und japanischer Malerei, der den wechselseitigen Aufbruch in die Moderne anschaulich macht.
Die wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung ist auch für Laien flüssig lesbar und wird sowohl Sammlern als auch interkulturell interessierten Menschen spannende Einblicke in ein brisantes Stück Kunst- und Kulturgeschichte verschaffen. Leider konnten nur wenige Farbabbildungen in die ansonsten solide Kompilation aufgenommen werden.
KUNSTBAND
Iudicium: München 2008, 32,90€, 316 Seiten
Rezensent: Christian Rieder








