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28. Juli

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Xavier und die Nonne Buddhas

Xavier_und_die_nonneDer Passagen-Verlag macht es sich zur Aufgabe, die Schriften des französischen Philosophen Jacques Derrida sowie jene aus seinem geistigen Umfeld zu publizieren. In der Reihe ‚Passagen Literatur' ist ein Schauspiel von Götz Wienold erschienen, das bereits auf der ersten Seite Grammatik, Sprache und Geschlechterrollen thematisch ins Spiel bringt.

Der junge Jesuit Xavier wird von einer buddhistischen Nonne heimgesucht, die sich als männlicher Schauspieler entpuppt. Unter der Leitung von vier geheimnisvollen Frauengestalten erleben die beiden eine Reise durch die Verirrungen des Glaubens, der Liebe und der Politik. Zahlreiche Verwandlungen, Raum- und Zeitsprünge, Prozessionen und Körperbemalung – all das macht neugierig auf eine Inszenierung, die das volle Potenzial des Stückes ausschöpft. Die Lektüre wird nicht nur Anhänger der Philosophie Derridas begeistern. Zartbesaiteten kann das Stück allerdings nicht empfohlen werden, da Gewalt und Sexualität nicht ausgespart bleiben.SCHAUSPIEL

 

Passagen: Wien 2007, 15,40€, 110 Seiten
Rezensent: Christian Rieder

 

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