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26. Mai

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Fünf Wegweiser zur inneren Freiheit

Buddhas ewige Gesetze

Buddhas_ewige_GesetzePaul Köppler, Gründer des Vereins ‚Buddhismus im Westen' und Betreiber des bekannten Meditationszentrums ‚Waldhaus am Laacher See', unternimmt in diesem Buch den Versuch, sein Verständnis des Buddhismus in fünf grundlegenden Gedanken zusammenzufassen. Seine fünf ‚ewigen Gesetze' wurzeln fest in der buddhistischen Tradition, sind in dieser Zusammenstellung aber durchaus originell:

o Ursache und Wirkung (Karma)

o Liebe und Versöhnung

o Achtsamkeit und Bewusstheit

o Begehren und Loslassen

o Geist und Befreiung

Wie im Untertitel seines Buches zum Ausdruck kommt, geht es dem Autor dabei weniger um die Formulierung abstrakter theoretischer Prinzipien der buddhistischen Lehre als vielmehr um ‚Wegweiser', also praktische Einsichten, nach denen wir unser Handeln ausrichten sollten, um unser Leben selbst in die Hand zu nehmen, selbst zu gestalten. In diesem Sinn versteht Köppler seine fünf Prinzipien als Weisheitsregeln zu einem freien, selbstbestimmten Leben, zur Erlangung des Zustands eines stabilen, unabhängigen Glücks. Zweifellos ein hoher Anspruch des Autors, der aber genau der Grundidee des Buddhismus entspricht.

Alle fünf Abschnitte des Buches haben einen ähnlichen Aufbau. Köppler beschreibt die jeweilige Idee zunächst, illustriert sie mit Zitaten aus dem buddhistischen Kanon, mit Gleichnissen und Geschichten aus der buddhistischen Tradition wie auch mit Berichten seiner SchülerInnen. Außerdem kommen zu jedem Kapitel die für Köppler maßgeblichsten spirituellen Lehrer zu Wort, Ruth Denison, Christopher Titmuss, Ursula Lyon u.a., die auf explizite Fragen des Autors antworten. Jedes Kapitel mündet schließlich nach einer Vertiefung der Inhalte in praktische ‚Merksätze'.

Der Autor versteht es, seine Inhalte in einer sehr klaren, einfachen Sprache ohne esoterische Höhenflüge zu vermitteln. Dass etwa aus der Einsicht in die Kette des bedingten Entstehens unmittelbar das Gebot des heilsamen Denkens und Handels folgt, ist nachvollziehbar. Nur wer Gutes sät, heilsam denkt, redet, handelt, kann auch erwarten, wieder Gutes zu ernten. Schädliches, destruktives Denken und Handeln hat auch negative Folgen für den Täter.

Dabei verfällt Köppler aber nirgendwo in einen Ton arroganter Belehrung, sondern formuliert eher Vorsichtsratschläge, um selbst erzeugtes Unglück zu vermeiden – etwa im Sinne von Verkehrsregeln, die uns vor Unfällen schützen sollen.

Insgesamt ein sympathisches Buch, das einen pragmatischen, auf seine praktische Umsetzbarkeit heruntergebrochenen Buddhismus ins Zentrum stellt.

 

BELEHRUNG

O.W. Barth 2010, 14,99€, 235 Seiten
Rezensent: Alfred Schmidt

 

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