Ein Jahr vor seinem Tod wählte der deutsch-schweizerische Schriftsteller und Nobelpreisträger Hermann Hesse (1877-1962) eine Reihe besonders schöner Verse aus seinem dichterischen Gesamtwerk aus. Unter diesen finden sich neben den titelgebenden ‚Stufen' beispielsweise das die Einsamkeit des Menschen beklagende ‚Im Nebel' sowie die an Hesses große Romane erinnernden Gedichte ‚Steppenwolf', ‚Gedenken an den Sommer Klingsors', ‚Die Morgenlandfahrt' oder ‚Das Glasperlenspiel'.
Weiters enthält die Sammlung einige Gedichte, die ganz offensichtlich von fernöstlichen Weisheitslehren beeinflusst worden sind. Vor allem ‚Glück', ‚Der erhobene Finger', ‚Uralte Buddha-Figur, in einer japanischen Waldschlucht verwitternd' und ‚Junger Novize im Zen-Kloster' weisen Spuren von Hesses Buddhismus-Studium auf. Freunden der Poesie sei dieser Band ans Herz gelegt. Er verzaubert, spendet Trost und führt uns nicht zuletzt die Schönheit der deutschen Sprache vor Augen.
POESIE
Insel 2011; 8,95€; 239 Seiten
Rezensent: Christian Rieder








