Der amerikanische Meditationslehrer, Wissenschaftler und Buchautor David Loy über seine Theorie des ‚erneuerten Buddhismus' im Westen und wie sich dadurch unser soziales System verändern kann.
Spiritualität
Interview mit David Loy
'Es wird einen neuen Buddhismus geben'
Wieso in unserer Alltagskultur niemand schwach sein darf und warum Selbstverständlichkeiten unser Leben bestimmen.
Es muss gehen
Die 74-jährige Altbäuerin Gertrude lebt auf dem Bauernhof, den sie gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann von einer kleinen Landwirtschaft zu einem stattlichen Hof emporgebracht hat, gemeinsam mit dem ältesten Sohn, der den Hof vor mehr als zehn Jahren übernommen hat, und dessen Frau. Ihre Tagesarbeitszeit lässt sich in Stunden nicht angeben, da sie ihre gesamte Existenz als Arbeit sieht. Wenn sie im Buckelkorb das Holz zum Heizen des Küchenofens aus der Scheune herausträgt, dann sind ihr die Schmerzen deutlich anzusehen, die ihr das in den Hüften bereitet. Aber sie lässt sich diese Arbeit genauso wenig abnehmen wie alle anderen. „Es muss schon gehen", ist dann ihre Standard-Aussage. Wir wollen diesen Satz einmal wörtlich nehmen: Warum muss es gehen? Es wäre finanziell durchaus möglich, wenn sie den Tag mit Fernsehen, Lösen von Kreuzworträtseln, Spazierengehen oder – noch viel schlimmer – mit einem Kuraufenthalt verbringen würde.
Interview mit Bernie Glassman Roshi
Der Weg ist endlos
Bernie Glassman Roshi ist einer der bekanntesten Vertreter eines engagierten Buddhismus, gründete viele soziale Projekte, lädt ein zur Meditation an ungewöhnlichen Orten wie auf der Straße mit Obdachlosen oder in Auschwitz und vertritt die Ansicht, dass man die Tiefe der Erleuchtung im Handeln einer Person sieht.
Eine Wanderung durch die vielen und ungewissen Theorien des Alterns
Leben ohne Ende?
„An Altersschwäche zu sterben ist ein seltener, geradezu außergewöhnlicher Tod – und daher weniger natürlich als die anderen: Es ist die letzte und äußerste Art des Sterbens. In je weiterer Ferne sie liegt, desto weniger können wir sie erhoffen." Dies schrieb im Jahr 1580 der Politiker und Philosoph Michel de Montaigne in seinen berühmten Essais über das Alter. In einer Epoche gewaltsamer Religionskriege, mangelnder Hygiene und medizinischer Versorgung hatte man mit 35 Jahren bereits die Hälfte seiner Mitmenschen überlebt und konnte sich zu Recht einen alten Menschen nennen.
„Ich suche die Leidfreiheit"
Der österreichische Psychotherapeut und Meditationslehrer Christoph Köck über die Quelle des Theravada und das Besondere an der Vipassana-Meditation.
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