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26. November

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Warum es Geld und Banken gibt.

Der Crash des Geldsystems

UW76SCHW-Der_Crash_des_GeldsystemsDie wichtigsten Weltwährungssysteme stehen unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Doch dies ist kein Zufall und keine Naturkatastrophe – es war vorhersehbar und geschieht auch nicht zum ersten Mal. Eine Ursachenanalyse und Navigationshilfe.

Spätestens seit 1971, dem Ende der goldgedeckten Währungen US-$ und britisches Pfund, besitzt das Geld, also die Münzen und Scheine, mit denen wir täglich bezahlen, keinen Wert mehr. Und dennoch reden Ökonomen und Politiker vom ‚Wert des Geldes', z.B. im Zusammenhang mit Inflation oder mit Wechselkursen. Wie kann aber ein Stück Papier aus der Druckerpresse oder eine Folge von Zeichen in einem Bankcomputer einen Wert besitzen? Weshalb argumentieren Politiker und Ökonomen in diesem Zusammenhang so klar gegen den klaren Hausverstand der Bevölkerung? Sind die einfachen Menschen nicht gebildet genug, einen ‚Wert' in so banalen Dingen wie Papier oder Bits und Bytes zu erkennen, oder irren hier die Stellvertreter der Eliten? Bevor die Ursachenanalyse des bevorstehenden Zusammenbruchs stattfinden kann, gilt es zunächst, diese Widersprüche aufzuklären.

Im Mittelalter begannen Königshäuser, die Krieg führen wollten, sich bei ihren Goldschmieden zu verschulden. Diese besaßen ja in ihren Tresoren das Gold der wohlhabenden Teile der Bevölkerung und sie waren auch bereit, dieses gegen Zinsen zu verleihen, wobei sie die wahren Eigentümer mit einem geringen Anteil am Zinsertrag beteiligten. Da sie jedoch bald bemerkten, dass im Durchschnitt nur jeder Zehnte ihrer Kunden tatsächlich wieder sein physisches Gold abholte, begannen sie, zehn Mal so viele Depotscheine auszugeben, als sich Gold in ihren Tresoren befand. Da die Menschen auf den Märkten einfach die Depotscheine weiterreichten, ohne dazu das physische Gold noch zu benötigen, funktionierte das System auch scheinbar vorteilhaft für alle Beteiligten. Als die Könige ihre Kriegsschuld nicht bezahlen konnten, kamen ihnen die Goldschmiede ‚großzügig' entgegen, indem sie ‚bloß' das Recht auf die Herausgabe des gesetzlichen Geldes forderten, was ihnen auch prompt bewilligt wurde. Seit dieser Zeit werden mehr Zettel gedruckt, als Werte vorhanden sind, das sogenannte Mindestreserveprinzip war geboren. Dieses gestattet es den Kreditinstituten weltweit, nur einen kleinen Anteil an Liquidität vorzuhalten und den Löwenanteil der Kredite einfach ohne Gegenwert (‚aus Luft', sog. fiat money) zu ‚schöpfen'.

Seit Einführung der Computer kann diese Technik besonders komfortabel, einfach als Buchungssatz ‚Forderung Kreditnehmer an Verbindlichkeit gegenüber Kreditnehmer', ausgeführt werden. Alles Geld ist seit damals selbst, schon durch seine Entstehung, wiederum nur eine verzinste Schuld. Für die Gläubiger (die Gelderfinder) ist dies ausgesprochen praktisch, da sie Zinsen einfach dafür erhalten, dass die Zeit vergeht. Da das im Kredit geschaffene Geld jedoch vor der Kreditvergabe überhaupt nicht existierte, ist auch das Kreditrisiko in Wahrheit gleich null. Wenn also eine Bank im Euro-Raum (wo ein Mindestreservesatz von 2% existiert) einen Kredit zu 6% Zinsen vergibt, so ergibt sich aus Sicht der Bank folgende Berechnung: Wirtschaftliches Risiko liegt keines vor, da das Geld ja im Kredit selbst erschaffen wird (durch den obgenannten Buchungssatz); die eingesetzten Mittel betragen 2% der Kreditsumme (= Mindestreservesatz). Bei Zinsen in Höhe von 6% beträgt die Rendite daher 6% / 2% = 300%. Dreihundert Prozent Rendite bei null Risiko – das sind in der Tat verlockende Geschäfte!

Nicht bedacht werden bei dieser Praxis jedoch die Folgen für den Schuldner. Zunächst ist festzustellen, dass die für die Bezahlung der Zinsen erforderlichen Zahlungsmittel von der Bank einfach nicht erzeugt werden. Um sie zu erlangen, muss der Kreditnehmer im Wirtschaftskreislauf andere Geschäftspartner berauben, um aus deren Kreditsumme jenen Betrag abzuziehen, den er selbst als Zinsen seiner Bank schuldet.



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